D21talk – Digitale Gesellschaft 2030, Foto: © Anika Nowak
Digitalpolitik
Kurzinformation
Träger: AWO Bundesverband
Zeitraum: dauerhaft
Arbeitsfeld: Digitalisierung
Zielgruppen: Politische Entscheidungsträger*innen, Presse, AWO Verbände und Einrichtungen, Referent*innen, Führungskräfte
Die AWO gestaltet Digitalpolitik solidarisch. Der Bundesverband stärkt digitale Teilhabe, schützt vor digitaler Gewalt und schafft gemeinwohlorientierte Rahmenbedingungen. Im AWO digital Lab bündelt er Interessenvertretung, Wissenstransfer und Innovation – für einen digitalen Sozialstaat, der niemanden zurücklässt.
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Digitale Technologien entscheiden heute mit über Zugang zu Bildung, Arbeit, Beratung und sozialen Leistungen. Deshalb versteht die AWO Digitalpolitik als Kernaufgabe: Wir gestalten Rahmenbedingungen gemeinwohlorientiert mit – als Sozialanwältin benachteiligter Gruppen und Akteurin der Zivilgesellschaft. Das ist programmatisch verankert und verbandspolitisch beschlossen.
Unser Ziel ist eine solidarische Digitalpolitik, die die Rechte und Möglichkeiten vulnerabler Menschen stärkt, Digitalpolitik als Querschnitt in der Freien Wohlfahrt verankert und eine abgestimmte Agenda mit den BAGFW‑Verbänden voranbringt. So verbessern wir die gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen – evidenzbasiert, praxisnah und im Austausch mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Die AWO versteht Digitalpolitik als soziale Aufgabe. In ihren digitalpolitischen Eckpfeilern bündelt sie Grundwerte und Leitlinien für eine gerechte, inklusive und gemeinwohlorientierte Gestaltung der digitalen Transformation. Sie zeigen, wie die AWO Digitalisierung politisch mitgestalten will – als Anwältin für soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und Menschenwürde in einer zunehmend digitalen Welt.
Digitale Teilhabe ist das Herzstück einer gerechten und inklusiven Digitalpolitik. Alle Menschen müssen Zugang zu digitalen Technologien haben – und sie selbstbestimmt nutzen können. Unabhängig von Alter, Behinderung, Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status setzt sich die AWO dafür ein, dass niemand von der digitalen Gesellschaft ausgeschlossen wird. Mehr dazu im Positionspapier und in den Factsheets des Bundesverbands zu digitaler Teilhabe.
Die AWO ist im öffentlichen Diskurs zur digitalen Transformation präsent: Mit Fachbeiträgen, Stellungnahmen und Interviews gestaltet der Verband sichtbar die Debatte mit – von Digitalteilhabe über Künstliche Intelligenz bis zum digitalen Sozialstaat.
- Frederik Palmer beim #D21Talk: Teilhabe neu denken
- Maximilian Kühn in der ARD Tagesschau zur sozialen Dimension von KI-Systemen
- Claudia Mandrysch zur Zukunftsfähigkeit des Sozialstaats auf der re:publica 2024
- AWO Digitalpolitik bei YouTube: Digitalpolitik im Fokus.
- Frederik Palmer im SWR Kultur-Interview: Offline = Abgehängt? Brauchen wir ein Recht auf analoges Leben?
- Weitere Beiträge auf dem AWO-Digitalportal, z. B. Analyse zum Koalitionsvertrag 2025, Begleitung von Gesetzes- und Reformprozessen
Positionen und Stellungnahmen
Als Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und als eigenständige sozialpolitische Akteurin bringt die AWO ihre Positionen aktiv in die digitalpolitische Debatte ein. Sie setzt sich für eine gemeinwohlorientierte, inklusive und gerechte Digitalisierung ein – im Verband, in der Politik und in der Gesellschaft.
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Für eine inklusive Digitalpolitik
Der Bundesverband positioniert sich zu digitaler Teilhabe: Alle sollen Zugang zu digitalen Technologien haben und diese auch nutzen können – unabhängig von Alter, Behinderung, Geschlecht, Herkunft oder sozialem Status.
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Solidarisch gegen digitale Gewalt – politische Forderungen
Digitale Gewalt bedroht Demokratie, Teilhabe und Sicherheit im Netz. Die AWO fordert ein starkes Gesetz gegen digitale Gewalt, ressortübergreifende Strategien und dauerhafte Beratungsstrukturen für Betroffene.
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Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Leistungen
Stellungnahme der BAGFW zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und weiterer Vorschriften. Die Wohlfahrtsverbände fordern, Verwaltungsdigitalisierung konsequent barrierefrei, sozial gerecht und praxisnah zu gestalten. Menschen in besonderen Lebenslagen müssen von Anfang an mitgedacht werden.
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Digitalagentur für Gesundheit
Stellungnahme der BAGFW zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Schaffung einer Digitalagentur für Gesundheit. Wohlfahrtsverbände fordern, dass die geplante Digitalagentur unabhängig agiert, Gemeinwohlorientierung wahrt und Akteur*innen der Zivilgesellschaft in Entscheidungsprozesse einbindet.
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Digitalisierung des Gesundheitswesens
Stellungnahme der BAGFW zum Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens (Digital-Gesetz / DigiG). Die AWO und die BAGFW betonen: Digitale Innovationen müssen Patient*innen und Beschäftigte stärken, Datenschutz sichern und Versorgung verbessern – nicht kommerzielle Interessen fördern.
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Ergänzende Stellungnahme zum Digital-Gesetz (DigiG)
Schwerpunkt: Transparente Datennutzung, Teilhabe von Leistungserbringer*innen und Sozialverbänden an der digitalen Transformation des Gesundheitswesens
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Digitale Weiterbildung und Fachkräftesicherung
Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften fordern umfassende Förderung digital unterstützter Weiterbildung. Damit Beschäftigte in sozialen Berufen vom digitalen Wandel profitieren, müssen Weiterbildungsangebote verlässlich, zugänglich und finanziell gefördert sein – unabhängig von Trägergröße oder Standort.
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Digitalisierung von Familienleistungen
Stellungnahme der BAGFW zum Referentenentwurf des BMI und BMFSFJ. Die AWO unterstützt eine bürgernahe, unbürokratische und datensichere Digitalisierung von Familienleistungen. Digitale Verfahren dürfen kein Hindernis für einkommensschwache oder weniger technikaffine Haushalte werden.