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D21talk zu Digitale Gesellschaft 2030: Gerechtigkeit, Teilhabe und Verantwortung am 13. März 2025

D21talk – Digitale Gesellschaft 2030, Foto: © Anika Nowak

Digitalpolitik

Kurzinformation

Träger: AWO Bundesverband
Zeitraum: dauerhaft
Arbeitsfeld: Digitalisierung
Zielgruppen: Politische Entscheidungsträger*innen, Presse, AWO Verbände und Einrichtungen, Referent*innen, Führungskräfte

Die AWO gestaltet Digitalpolitik solidarisch. Der Bundesverband stärkt digitale Teilhabe, schützt vor digitaler Gewalt und schafft gemeinwohlorientierte Rahmenbedingungen. Im AWO digital Lab bündelt er Interessenvertretung, Wissenstransfer und Innovation – für einen digitalen Sozialstaat, der niemanden zurücklässt.

Kontakt

Weitere Informationen

Digitale Technologien entscheiden heute mit über Zugang zu Bildung, Arbeit, Beratung und sozialen Leistungen. Deshalb versteht die AWO Digitalpolitik als Kernaufgabe: Wir gestalten Rahmenbedingungen gemeinwohlorientiert mit – als Sozialanwältin benachteiligter Gruppen und Akteurin der Zivilgesellschaft. Das ist programmatisch verankert und verbandspolitisch beschlossen.

Unser Ziel ist eine solidarische Digitalpolitik, die die Rechte und Möglichkeiten vulnerabler Menschen stärkt, Digitalpolitik als Querschnitt in der Freien Wohlfahrt verankert und eine abgestimmte Agenda mit den BAGFW‑Verbänden voranbringt. So verbessern wir die gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen – evidenzbasiert, praxisnah und im Austausch mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Die AWO versteht Digitalpolitik als soziale Aufgabe. In ihren digitalpolitischen Eckpfeilern bündelt sie Grundwerte und Leitlinien für eine gerechte, inklusive und gemeinwohlorientierte Gestaltung der digitalen Transformation. Sie zeigen, wie die AWO Digitalisierung politisch mitgestalten will – als Anwältin für soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und Menschenwürde in einer zunehmend digitalen Welt.

Digitale Teilhabe ist das Herzstück einer gerechten und inklusiven Digitalpolitik. Alle Menschen müssen Zugang zu digitalen Technologien haben – und sie selbstbestimmt nutzen können. Unabhängig von Alter, Behinderung, Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status setzt sich die AWO dafür ein, dass niemand von der digitalen Gesellschaft ausgeschlossen wird. Mehr dazu im Positionspapier und in den Factsheets des Bundesverbands zu digitaler Teilhabe.

Die AWO ist im öffentlichen Diskurs zur digitalen Transformation präsent: Mit Fachbeiträgen, Stellungnahmen und Interviews gestaltet der Verband sichtbar die Debatte mit – von Digitalteilhabe über Künstliche Intelligenz bis zum digitalen Sozialstaat.

Positionen und Stellungnahmen

Als Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und als eigenständige sozialpolitische Akteurin bringt die AWO ihre Positionen aktiv in die digitalpolitische Debatte ein. Sie setzt sich für eine gemeinwohlorientierte, inklusive und gerechte Digitalisierung ein – im Verband, in der Politik und in der Gesellschaft.

  • Für eine inklusive Digitalpolitik

    Der Bundesverband positioniert sich zu digitaler Teilhabe: Alle sollen Zugang zu digitalen Technologien haben und diese auch nutzen können – unabhängig von Alter, Behinderung, Geschlecht, Herkunft oder sozialem Status.

  • Solidarisch gegen digitale Gewalt – politische Forderungen

    Digitale Gewalt bedroht Demokratie, Teilhabe und Sicherheit im Netz. Die AWO fordert ein starkes Gesetz gegen digitale Gewalt, ressortübergreifende Strategien und dauerhafte Beratungsstrukturen für Betroffene.

  • Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Leistungen

    Stellungnahme der BAGFW zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und weiterer Vorschriften. Die Wohlfahrtsverbände fordern, Verwaltungsdigitalisierung konsequent barrierefrei, sozial gerecht und praxisnah zu gestalten. Menschen in besonderen Lebenslagen müssen von Anfang an mitgedacht werden.

  • Digitalagentur für Gesundheit

    Stellungnahme der BAGFW zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Schaffung einer Digitalagentur für Gesundheit. Wohlfahrtsverbände fordern, dass die geplante Digitalagentur unabhängig agiert, Gemeinwohlorientierung wahrt und Akteur*innen der Zivilgesellschaft in Entscheidungsprozesse einbindet.

  • Digitalisierung des Gesundheitswesens

    Stellungnahme der BAGFW zum Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens (Digital-Gesetz / DigiG). Die AWO und die BAGFW betonen: Digitale Innovationen müssen Patient*innen und Beschäftigte stärken, Datenschutz sichern und Versorgung verbessern – nicht kommerzielle Interessen fördern.

  • Ergänzende Stellungnahme zum Digital-Gesetz (DigiG)

    Schwerpunkt: Transparente Datennutzung, Teilhabe von Leistungserbringer*innen und Sozialverbänden an der digitalen Transformation des Gesundheitswesens

  • Digitale Weiterbildung und Fachkräftesicherung

    Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften fordern umfassende Förderung digital unterstützter Weiterbildung. Damit Beschäftigte in sozialen Berufen vom digitalen Wandel profitieren, müssen Weiterbildungsangebote verlässlich, zugänglich und finanziell gefördert sein – unabhängig von Trägergröße oder Standort.

  • Digitalisierung von Familienleistungen

    Stellungnahme der BAGFW zum Referentenentwurf des BMI und BMFSFJ. Die AWO unterstützt eine bürgernahe, unbürokratische und datensichere Digitalisierung von Familienleistungen. Digitale Verfahren dürfen kein Hindernis für einkommensschwache oder weniger technikaffine Haushalte werden.

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundeförderprogramms „Zukunftssicherung der Freien Wohlfahrtspflege durch Digitalisierung“