17.05.2023

AWO steht an der Seite der queeren Communities  

Die Rechte von LSBTIQ* müssen immer wieder neu gegen Angriffe vor allem aus dem rechten politischen Spektrum verteidigt werden.   

Zum heutigen Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) erinnert die Arbeiterwohlfahrt daran, dass LSBTIQ* immer noch in 69 Staaten strafrechtlich verfolgt werden und in 11 Ländern sogar von der Todesstrafe bedroht sind. Auch wenn in Deutschland die rechtliche Situation deutlich besser ist, sind homo- und bi*-sexuelle Menschen sowie Inter*- und trans* Personen auch hierzulande immer noch Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Ihre Rechte müssen immer wieder neu gegen Angriffe vor allem aus dem rechten politischen Spektrum verteidigt werden.

Menschen aus queeren Communities können dabei auf die Unterstützung der AWO zählen: „Queere Menschen sind bei uns willkommen und wir schützen sie vor Diskriminierung“, erklärt Claudia Mandrysch, Mitglied des AWO Bundesvorstandes, „egal ob als Mitarbeitende oder in den Einrichtungen und Diensten der AWO. Der Kampf um sichere Räume für LSBTIQ*-Personen ist Teil unserer DNA.“ Die Arbeiterwohlfahrt zeigt das auch gesellschaftspolitisch in ihrem Engagement in diversen Bündnissen und Aktionen. Neben vielen Aktivitäten der AWO Gliederungen vor Ort hat beispielsweise der Bundesverband einen Leitfaden für vielfaltssensible Sprache erstellt.

Damit sich ältere LSBTIQ* in AWO-Pflegeeinrichtungen und -diensten sicher und willkommen fühlen können, wurden zudem im Projekt „Queer im Alter“ von 2019 bis 2021 verschiedene Materialien erarbeitet, mit deren Hilfe sich Dienste queer-inklusiv ausrichten können. “Ältere queere Personen sind kaum sichtbar in unserer Gesellschaft. Doch natürlich haben sie Anspruch auf eine Pflege, die ihnen gerecht wird und sich für sie öffnet. Deshalb ist das Projekt “Queer im Alter” eine wichtige Innovation für unsere Arbeit.” Die Koordinierungsstelle www.queer-im-alter.de stellt ihre Expertise allen Trägern und Einrichtungen zur Verfügung, vermittelt Informationen sowie Kontakte zu queer-sensiblen Einrichtungen, Selbsthilfe- und anderen Organisationen.

Als Orte gelebter Vielfalt gehört es auch im Bereich der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege dazu, die vielfältigen Lebensrealitäten sichtbar zu machen. Mit dem Projekt „DEVI – Demokratie stärken. Vielfalt gestalten.“ werden Publikationen und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte angeboten, um stereotype Bilder und Rollenklischees zu hinterfragen. Dadurch sollen die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen, Jungen sowie transidenten, nichtbinären und intergeschlechtlichen jungen Menschen und ihrer Familien sichtbar werden.

Hintergrund:

Der IDAHOBIT ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (englisch International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia). Seit 2005 wird er jedes Jahr am 17. Mai als Aktionstag begangen, um gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen auf Grund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität zu kämpfen. Der 17. Mai wurde als Tag gewählt, da am 17. Mai 1990 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen hat.

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