Lobbying mit Herz – Interessenvertretung fürs Gemeinwohl
Beschreibung
Politik mitgestalten, Haushaltsverhandlungen wirksam beeinflussen: Der Bundesverband bietet Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen aus der Freien Wohlfahrtspflege sowie aus NGOs eine digitale Fortbildungsreihe mit elf Terminen zwischen September 2026 und Januar 2027 an.
Wann & Wo
Schwerpunkte der Fortbildungsreihe
Der Online-Kurs vermittelt die Grundlagen der politischen Interessenvertretung oder Lobbyarbeit. Im Mittelpunkt steht das praktische Handwerkszeug der politischen Einflussnahme: die präzise Formulierung politischer Botschaften, die wirksame Darstellung von Forderungen sowie der strategische Umgang mit relevanten Akteur*innen. Behandelt werden außerdem geeignete Kommunikationsformate und das gezielte Timing, um politische Entscheidungsprozesse erfolgreich zu beeinflussen. Aufbauend auf diesen Grundlagen setzt die Fortbildungsreihe einen inhaltlichen Schwerpunkt auf den Einsatz sozialpolitischer Zahlen und Daten in der Interessenvertretung. Ergänzend werden zentrale Aspekte der Haushalts- und Finanzpolitik behandelt.
Interaktiv und praxisnah
Zu Beginn entwickeln die Teilnehmenden ein eigenes Lobbyprojekt, das über den gesamten Seminarverlauf hinweg weiter ausgearbeitet wird. Das interaktive Seminar-Format fördert den fachlichen Austausch untereinander und ermöglicht individuelles Feedback durch die Dozenten. Zur Vertiefung der Inhalte werden zwischen den Sitzungen punktuell kurze Übungen eingesetzt.
Immer mittwochs, jeweils von 14 bis 15 Uhr
Modul 1 – Grundlagen: Selbstverständnis und politische Prozesse
- Termin 1 (16.9.26): Kennenlernen und Einführung in den Seminarablauf. Start ins Seminar: Mit welchem Selbstverständnis betreibe ich Lobbyarbeit?
- Termin 2 (23.9.26): Wie überführe ich mein politisches Anliegen in ein konkretes Lobbyprojekt?
- Termin 3 (30.9.26): Welche Strategien kann ich verfolgen, um mein Anliegen zu lobbyieren? Mit wem spreche ich wann?
Modul 2 – Handwerkszeug: Ansprache von Politik(er*innen) Lobby-Gespräche, schriftliche Formate und Argumentationstechniken
- Termin 4 (7.10.26): Wie spreche ich Politik(er*innen) an und wie überzeuge ich im Lobbygespräch? (Teil 1: Vorbereitung, Ablauf, Nachbereitung, Argumentationsstrategien)
- Termin 5 (4.11.26): Wie überzeuge ich im Lobbygespräch? (Teil 2: Übung und Feedback)
- Termin 6 (11.11.26): Wie sprechen Lobbyunterlagen? Wie erstelle ich ein gelungenes Factsheet?
- Termin 7 (18.11.26): Wie schreibe ich eine fundierte Stellungnahme? Welche weiteren schriftlichen Formate gibt es? Worauf muss ich dabei achten?
Modul 3 – Lobbying mit Daten
- Termin 8 (2.12.26): Warum arbeiten wir zahlenbasiert? Welche Zahlen sind öffentlich zugänglich? Wie bereite ich Zahlen und Daten adressat*innengerecht auf?
Modul 4 – Lobbying im Haushaltsverfahren
- Termin 9 (9.12.26): Wie wird ein öffentlicher Haushalt aufgestellt? Welche Akteure sind wann beteiligt? Wie spricht ein Haushalt? Wie lese ich einen Haushaltsplan?
Modul 5 – Lobbystrategien und Schnittstellengestaltung
- Termin 10 (16.12.26): Welche Schnittstellen gilt es in der eigenen Organisation beim Lobbying zu beachten? Brauche ich eine ausformulierte Lobbystrategie? Wie dokumentiere ich verbindlich sinnvolle Maßnahmen?
- Termin 11 (13.1.27): Präsentation der Projekte und Maßnahmenplanungen, Wrap-Up, offene Fragen und Evaluation
Dozenten
Lukas Hochscheidt ist Referent für politische Koordination und Interessenvertretung beim AWO Bundesverband. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro einer Abgeordneten des Deutschen Bundestags sowie beim DGB Bundesverband. Er hat Politik- und Sozialwissenschaften in Berlin, Paris und Nancy studiert.
Lukas Werner ist Referent für Sozialpolitik beim AWO Bundesverband und betreut in seiner Funktion dort Fragen rund um Armutsbekämpfung und Verteilungsgerechtigkeit. Zuvor war er in der Paritätischen Forschungsstelle Referent für Statistik und Sozialforschung. Er hat Soziologie und Kulturwissenschaften in Berlin und Leipzig studiert und sich schwerpunktmäßig mit empirischen Fragen der sozialen Ungleichheit beschäftigt.
Anmeldung
Die Teilnahmegebühr beträgt 290 Euro (für AWO-Interne) bzw. 325 Euro (für Externe). Die Anmeldung ist ab sofort möglich.