Jugendpolitik
Kurzinformation
Träger: AWO Bundesverband
Zeitraum: dauerhaft
Arbeitsfeld: Jugendpolitik
Zielgruppe: Fachpolitik, politische Entscheider*innen
Der Bundesverband setzt sich für die Perspektiven und Rechte junger Menschen ein, fordert von der Politik, für eine gerechte Chancen-Verteilung zu sorgen, und befasst sich in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesjugendwerk mit aktuellen jugendpolitischen Fragen.
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Angesichts multipler Krisen und Herausforderungen ist eine starke und verlässliche Kinder- und Jugendhilfe für ein Aufwachsen im Wohlergehen unerlässlich. Die Kernbotschaft des 17. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung lautet: Zuversicht braucht Vertrauen! Politik, Gesellschaft und die Kinder- und Jugendhilfe sind gefragt, gemeinsam gute Rahmenbedingungen für ein gutes Aufwachsen aller Kinder und Jugendlichen zu schaffen. In seiner Stellungnahme zum Kinder- und Jugendbericht fordert der Bundesverband, die Rechte von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen und eine gerechte Verteilung von Lebens- und Bildungs-, Teilhabe- und Beteiligungschancen zur Leitperspektive politischen Handelns zu machen.
Im November 2025, rund 14 Monate nach Veröffentlichung des Berichts, prüfte der Bundesverband, wie es um die Vorhaben der Bundesregierung im Kinder- und Jugendbereich gestellt ist. Wo zeigen sich derzeit positive Entwicklungen? In welchen Bereichen muss die AWO weiterhin mit lauter Stimme für Kinder und Jugendliche sprechen? Antworten auf diese Fragen gab der Fachtag Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe.
Aktuell debattiert die Bundesregierung, die Social-Media-Nutzung bis 16 Jahre zu verbieten oder mindestens einzuschränken. Auch wenn die Risiken digitaler Netzwerke nicht von der Hand zu weisen sind, steht die AWO diesem Vorhaben skeptisch gegenüber. Der Bundesfachausschuss Familien-, Kinder-, Jugend- und Frauenpolitik der AWO fordert in seiner Positionierung gegen ein generelles Verbot, Plattformbetreiber konsequent in die Pflicht zu nehmen und den Kompetenzaufbau zu stärken, um jungen Menschen einen verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Medien zu vermitteln, statt deren gesellschaftliche Teilhabe durch Verbote einzuschränken. Der Bundesverband beauftragte 2025 das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS), junge Menschen über ihre Social-Media-Nutzung, ihre Erfahrungen sowie ihre Einstellungen gegenüber einem generellen Social-Media-Verbot bis 16 Jahre zu befragen. Die Ergebnisse der aus KJP-Mitteln finanzierten Studie untermauern die Position des Fachausschusses.
Die AWO fordert, das Wahlalter für Bundestagswahlen auf 16 Jahre abzusenken. Damit sollen junge Menschen frühzeitig in politische Entscheidungen eingebunden werden, die direkt ihr Leben beeinflussen. „Jugendliche müssen eine stärkere Stimme in unserer Demokratie erhalten, die auch gehört wird“, so AWO-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner. „Es ist an der Zeit, dass auch die Generation, die die Auswirkungen unserer heutigen Entscheidungen trägt, gleichberechtigt an der demokratischen Meinungsbildung teilnehmen kann.“
Im zweijährigen Wechsel finden finden im Rahmen der Jugendstrategie der Bundesregierung die Bundesjugendkonferenz (BuJuKo) – das bundesweite Forum junger Stimmen – und die JugendPolitikTage (JPT) – der zentrale Dialog zwischen Jugend und Politik – statt. Europas größte Klimakonferenz für junge Menschen – die LCOY – bietet auf regionaler Ebene bundesweit jugendgerechte Workshops, inspirierende Vorträge und Vernetzungsmöglichkeiten für junge Menschen, die daran interessiert sind, mit Gleichgesinnten gemeinsam die Zukunft des Klimaschutzes in Deutschland zu gestalten– nachhaltig, innovativ und engagiert.
Dokumente zum Download
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Studien-Ergebnisse
Im Auftrag des AWO Bundesverbands befragte das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik junge Menschen zu ihrem Medienverhalten und zu ihrer Meinung hinsichtlich eines möglichen Social-Media-Verbots für unter 16-Jährige.
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Fachausschuss-Positionierung
Positionierung des Bundesfachausschusses Familien-, Kinder-, Jugend- und Frauenpolitik der AWO gegen ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige (Oktober 2025)
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Aufwachsen in vielfältigen Krisenzeiten?!
Stellungnahme des AWO Bundesverbands zum 17. Kinder- und Jugendbericht zur Lage junger Menschen und die Bestrebungen und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe (September 2025)
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17. Kinder- und Jugendbericht
Bericht über die Lage junger Menschen und die Bestrebungen und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und Stellungnahme der Bundesregierung (September 2024)