01.12.2022

Welt-Aids-Tag 2022: AWO macht sich stark für die Rechte HIV-positiver Menschen

Stigmatisierung und Diskriminierung muss endlich beendet werden.

Am heutigen Welt-Aids-Tag wird unter dem Motto „Equalize“ („Ungleichheiten beenden“) daran erinnert, dass die HIV/AIDS-Pandemie trotz großer Fortschritte in der Bekämpfung und Behandlung weiterhin nicht beendet ist. Insbesondere soziale Ungleichheiten und ungleicher Zugang zu Gesundheitssystemen sind weiterhin Treiber der Pandemie. Die Arbeiterwohlfahrt fordert vor diesem Hintergrund mehr Solidarität und eine Stärkung der Rechte HIV-positiver Menschen. Zugleich geht es darum, Vorurteile weiter abzubauen, und Diskriminierung gegenüber HIV-positiven Menschen nachhaltig zu beenden.

„Ein HIV-positiver Mensch, der sich in erfolgreicher Behandlung befindet, kann keine anderen Menschen infizieren und ein weitestgehend uneingeschränktes Leben führen. Im Arbeitsleben werden Menschen mit HIV dennoch nach wie vor diskriminiert, sie erfahren Vorurteile und Berührungsängste“ erklärt Kathrin Sonnenholzner, Vorsitzende des AWO Präsidiums: „Deshalb setzt sich die AWO aktiv für einen respektvollen Umgang ohne Ausgrenzung ein und hat sich der Deklaration – Respekt und Selbstverständlichkeit: Für einen diskriminierungsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben –  im Rahmen der Initiative #positivarbeiten der Deutschen Aidshilfe angeschlossen“.

Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts ist die Zahl der HIV-Infektionen in Deutschland 2021 in Relation zum Vorjahr gleichgeblieben. Ca. 1.800 Menschen haben sich neu mit dem Virus angesteckt. Zwar liege die Zahl der Neuinfektion damit so niedrig wie zuletzt vor zwei Jahrzehnten, möglicherweise lassen sich derzeit aber weniger Menschen testen als noch in den Zeiten vor der Corona-Pandemie. Weltweit leben etwa 38 Millionen Menschen mit HIV. „Trotz relativ geringer Infektionszahlen müssen in Deutschland adäquate und vor allem niedrigschwellige Zugänge zu Information, Beratung, Prävention sowie zielgruppenspezifische Testung und medizinische Versorgung weiter ausgebaut werden – insbesondere für vulnerable Gruppen“, erklärt Döcker abschließend. „Wir haben heute eine realistische Perspektive, die HIV/AIDS-Pandemie ein für alle Mal zu beenden. Dafür müssen wir alle zur Verfügung stehenden Hebel nutzen, Stigmatisierung beenden und betroffene Menschen bestmöglich unterstützen!“

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