Zum Tag der pflegenden Angehörigen: „Danke sagen reicht nicht“ - AWO fordert echte Entlastung statt Kürzungen durch die Pflegereform
Zum heutigen Tag der Pflegenden Angehörigen fordert die Arbeiterwohlfahrt (AWO) mehr Unterstützung für die Betroffenen. Der Verband kritisiert in diesem Zusammenhang die geplanten Kürzungen durch die Pflegereform.
Dazu erklärt AWO-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner:
„Rund um die Uhr übernehmen pflegende Angehörige Verantwortung – aus Solidarität, Verbundenheit und oft auch, weil Alternativen fehlen. Pflegende Angehörige sind eine tragende Säule der Pflege. Wer ihre Leistung wertschätzt, darf ihnen nicht gleichzeitig Unterstützung entziehen.
Die geplanten Änderungen im Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) setzen aus Sicht der AWO das falsche Signal: Weniger Absicherung, weniger Entlastung, mehr Verantwortung für die Familien.
Das ist das Gegenteil von Wertschätzung und wird Menschen in den finanziellen und gesundheitlichen Bankrott treiben. Statt bei der sozialen Absicherung Pflegender zu kürzen, müssen Entlastungsangebote ausgebaut, flexibel nutzbar und überall einfach zugänglich sein. Wer häusliche Pflege stärken will, muss die Menschen stärken, die sie leisten. Angehörige dürfen nicht zur kostenlosen Lückenbüßerin unseres Pflegesystems werden.“