02.05.2023

Start der Forschungsreise „Marie Juchacz: Auf der Route des Exils“

Lydia Struck begibt sich auf Spurensuche in Deutschland und Frankreich.

Die AWO-Gründerin, Politikerin und Frauenrechtlerin Marie Juchacz musste 1933 vor den Nationalsozialisten ins Exil fliehen. Jetzt wird erstmals ihre Exilzeit in Südwestdeutschland und Frankreich erforscht. Lydia Struck, Hamburger Kulturanthropologin und Urgroßnichte von Juchacz, begibt sich auf die Spuren von Marie Juchacz entlang wichtiger Stationen ihres Exils.

In der bisherigen Biografieforschung über Marie Juchacz liegt der Fokus auf der Exilzeit in den USA. Die ersten Jahre ihres Exils in Südwestdeutschland und Frankreich werden weitestgehend ausgespart. Als mutige Frau im Widerstand hatte Marie Juchacz jedoch auch an den verschiedenen Orten ihrer Exilroute soziales Engagement gezeigt, sich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus engagiert und entsprechende Spuren hinterlassen, die mit dieser Forschungsreise in den Blick genommen werden. „Es ist an der Zeit, sich mit Marie Juchacz zwischen Verfolgung und Widerstand gegen den Nationalsozialismus an Orten ihres Exils zu befassen“, so Lydia Struck.

Die nächsten Stationen der Forschungsreise:

Berlin, 02.05.2023: Von hier floh Marie Juchacz 1933

Liebenburg, 05.05.2023: Treffen mit dem Künstler des Marie-Juchacz-Denkmals

Köln, 08/09.05.2023: Wirkungsstätte und Wohnort von Marie Juchacz 1913-1918

Bonn,10.05.2023: Treffen der Historischen Kommission in der Friedrich-Ebert-Stiftung

Saarbrücken, 12.05./15.05.2023: Marie Juchacz betrieb u. A. ein Café für Geflüchtete in der Innenstadt.

Forbach, 15.05.2023: Rue National 41; Beratungsstelle für Saarexilant*innen

Metz, 16.05.2023: Hier lebte Juchacz mit einer „Art Kommune“ von Freunden bis 1936.

Im Anschluss wird die Tour bis Anfang Juni in Frankreich (u. a. Belfort, Lyon, Marseille) und Deutschland (Bremerhaven) fortgeführt. Regelmäßige Updates zum Projekt gibt es ab sofort auf https://mariejuchacz.com/