Hitzeschutz-Projekt HIGELA erfolgreich abgeschlossen – Finalist beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit
Nach drei intensiven Jahren endet das Projekt „HIGELA – Hitzeresiliente und gesundheitsfördernde Lebens- und Arbeitsbedingungen in der stationären Pflege“ mit beispielhaften Best Practices für die Zukunft nachhaltiger Pflege und einem besonderen Erfolg.
HIGELA gehörte zu den Finalisten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Damit wurde das Projekt als bundesweit relevanter Beitrag zum Schutz der Gesundheit in Zeiten zunehmender Hitzephasen gewürdigt.
Hitzeextreme stellen eine wachsende Belastung für ältere Menschen und Pflegekräfte dar.
HIGELA setzt genau hier an: Während der dreijährigen Projektlaufzeit arbeitete das vom AWO Bundesverband und KLUG geleitete und vom BKK Dachverband geförderte Projekt daran, hitzepräventive Maßnahmen einzuführen. In den fünf Modellregionen wurden in über 50 stationären Pflegeeinrichtungen praxistaugliche Maßnahmen entwickelt, erprobt und ergebnisorientiert umgesetzt. Ziel war es, sowohl Bewohnende als auch Beschäftigte wirksam mithilfe von Informationsmaterial, Schulungen, Workshops, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung vor Hitzerisiken zu schützen. Über 500 weitere Personen nahmen zudem am HIGELA-Hitzeresilienzprogramm teil – einer digitalen Fortbildungsreihe, die Wissen vermittelte, Vernetzung ermöglichte und dazu beitrug, Hitzeschutz langfristig in Strukturen von Pflegeeinrichtungen zu verankern. Dadurch konnten zahlreiche Einrichtungen ihre Hitzeschutzstrukturen deutlich stärken; zudem entstand ein umfangreicher Pool an Werkzeugen, Informationsmaterialien und Handlungsempfehlungen, der nun online für alle Einrichtungen bundesweit frei verfügbar ist.
Ann-Kathrin Klemm, Vorständin beim BKK Dachverband: „Wir gratulieren dem Projekt HIGELA, zu den Finalisten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in der Kategorie Gesundheit zu gehören. Ein großartiges Projekt, das viel bewegen konnte und welches nicht nur für Pflegeeinrichtungen als Leuchtturm gelten kann. HIGELA zeigt eindrucksvoll, wie mit dem Bewusstsein um notwendige Veränderungen zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz, gepaart mit Kreativität und Herzblut, die Pflege klimaresistent aufgestellt werden kann. Davon profitieren alle: die Pflegekräfte, die Bewohnerschaft, die Hausleitung und die Besuchenden. Die Nominierung des Deutschen Nachhaltigkeitspreis zeigt, dass es die richtige Entscheidung war, dieses Projekt zu unterstützen. Wir Betriebskrankenkassen danken den Projektpartnern AWO und KLUG, dass sie es zu dem gemacht haben, was es ist: ein Erfolg. Wir sind stolz darauf, dass wir dieses wichtige Vorhaben finanziell fördern.“
Martin Herrmann, Vorsitzender von KLUG: „HIGELA zeigt, wie Hitzeschutz gelingen kann: durch Zusammenarbeit auf Augenhöhe, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit Blick auf die unterschiedlichen Voraussetzungen vor Ort, auch bei knappen finanziellen Mitteln. Die Lernerfahrungen aus HIGELA fließen bereits heute in viele weitere Projekte ein.“
Kathrin Sonnenholzner, Präsidentin der Arbeiterwohlfahrt: „Mit diesem Projekt haben wir einen Fahrplan dafür entwickelt, wie Pflegeeinrichtungen auch angesichts neuer Herausforderungen zu Orten aktiven Gesundheitsschutzes werden können. Dass HIGELA bundesweit Wirkung entfaltet, ist ein gemeinsamer Erfolg aller Beteiligten. Mein Dank gilt den Teams in allen Einrichtungen, den Projektpartnern und denen, die mit Mut und Innovationskraft dazu beigetragen haben, Hitzeschutz konkret, wirksam und alltagstauglich zu machen. Nun ist es an der Politik, Klimaresilienz nachhaltig und flächendeckend zu ermöglichen: die gemeinnützigen Träger haben das Wissen und den Willen, die Menschen in ihrer Obhut zu schützen – ohne Investitionen durch die Politik werden uns aber entscheidende Mittel fehlen. Jetzt ist Berlin am Zug.“
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