Inklusive Sprachbildung jetzt sichern
Für gleichberechtigte Teilhabe und Chancengleichheit unterzeichnete der AWO Bundesverband das Forderungspapier „Bildung inklusiv: Zugang zu Integrations- und Berufssprachkursen für geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderungen sicherstellen“.
Durch die Mitzeichnung des im bundesweiten Netzwerk Flucht, Migration und Behinderung erarbeiteten Positionspapiers setzt die AWO ein deutliches Zeichen für gleichberechtigte Teilhabe und Chancengleichheit im Bereich der Bildungs- und Integrationsangebote. Der Bundesverband erklärt:
„Der Zugang zu Integrations- und Berufssprachkursen ist eine Grundvoraussetzung für eine gelingende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Menschen mit Behinderungen bleiben jedoch noch viel zu oft außen vor.“
Es herrschen mangelnde Barrierefreiheit in Kursstätten, fehlende Assistenzleistungen, kaum verfügbare Angebote für Menschen mit Sinnes- oder kognitiven Beeinträchtigungen sowie lange Wartelisten. Die jüngsten Änderungen der Integrationskursverordnung haben diese Situation zusätzlich verschlechtert.
Die AWO fordert gemeinsam mit den weiteren Unterzeichnenden, dass Integrations- und Berufssprachkurse konsequent barrierefrei gestaltet, notwendige Assistenz- und Unterstützungsleistungen finanziert und die Zuständigkeiten klar geregelt werden. Nur so könne sichergestellt werden, dass alle Menschen – unabhängig von Herkunft oder Behinderung – die Chance erhalten, Deutsch zu lernen und am gesellschaftlichen Leben mitzuwirken.
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Bildung inklusiv
Zugang zu Integrations- und Berufssprachkursen für geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderungen sicherstellen