Geschlechtergerechtigkeit als AWO-Grundwert
Seit Gründung der Arbeiterwohlfahrt im Jahr 1919 durch Marie Juchacz gehört Frauen- und Gleichstellungspolitik zum „Markenkern“ des Verbands. Das aktuelle Positionspapier soll der AWO als Standortbestimmung und Zukunftsvision dienen.
Geschlechtergerechtigkeit ist ein zentraler Leitwert der fachlichen, sozialen und verbandspolitischen Arbeit. Dies wird tagtäglich sichtbar durch die vielfältigen Angebote in AWO Einrichtungen wie Frauenhäusern, Frauen- und Schwangerschafts(konflikt)beratungsstellen sowie in der politischen Lobbyarbeit. Die AWO setzt sich seit Jahrzehnten unter anderem ein für Lohngerechtigkeit, Schutz und Hilfe für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder und für umfassende körperliche Selbstbestimmung.
Seit der Jahrtausendwende gab es zahlreiche gleichstellungsrelevante verbandsinterne Prozesse insbesondere mit Blick auf interkulturelle Öffnung und Inklusion. Der Verband setzte sich außerdem mit der zunehmenden gesellschaftlichen Sichtbarkeit verschiedener geschlechtlicher Identitäten auseinander. Vor diesem Hintergrund hat die AWO in den letzten Jahren ihre frauen- und gleichstellungspolitischen Grundsätze weiterentwickelt. Als Meilenstein kann hier die 6. Sozialkonferenz „Vom Frauenwahlrecht zur Gleichstellungspolitik – Geschichte bewegt Zukunft“ 2015 in Hamburg gelten. Parallel zu den hierzu innerverbandlich mitunter recht kontrovers geführten Diskussionen hat die AWO Vieles unternommen, um in den eigenen Strukturen für mehr Geschlechtergerechtigkeit zu sorgen. Besonders hervorzuheben sind hier der 1. Gleichstellungsbericht der AWO 2018 und die Initiierung und Umsetzung des ESF-Projekts „Vielfaltsbewusst in Führung“ seit 2019.
Das aktuelle Positionspapier soll der AWO als Standortbestimmung und Zukunftsvision dienen. Es ist Ergebnis eines intensiven Arbeitsprozesses der Kommission Geschlechtergerechtigkeit in der AWO und des Arbeitskreises Frauen und Gleichstellung.
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Positionspapier
Geschlechtergerechtigkeit als AWO-Grundwert