Gegen ein Social-Media-Verbot bis 16 Jahre
Der Bundesfachausschuss Familien-, Kinder-, Jugend- und Frauenpolitik der AWO fordert stattdessen, Plattformbetreiber konsequent in die Pflicht zu nehmen und den Aufbau von Medienkompetenzen zu stärken.
Der Fachausschuss lehnt ein generelles Verbot des Zugangs zu Social Media Plattformen bis 16 Jahre ab. Er zweifelt an seiner rechtlichen und technischen Durchsetzbarkeit und hält ein solches Verbot für weder zielführend noch angemessen mit Blick auf Jugendliche selbst, da es an der Alltagsrealität der allermeisten jungen Menschen vorbeigehen und gesellschaftliche Teilhabe einschränken würde.
Um zu einem kompetenten und verantwortungsbewussten Umgang mit Social Media zu kommen, hält es der Fachausschuss dagegen für wichtig, Angebote der Medienbildung in Schul- und Jugendsozialarbeit, (Offener) Kinder- und Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Familienbildung auszubauen, Schnittstellen beispielsweise zu Angeboten der sexuellen Bildung zu nutzen und Medienkompetenzaufbau zu stärken.
Ebenso sieht der Fachausschuss die Plattformbetreiber in der Pflicht, stärker als bisher dafür zu sorgen, dass ihre Angebote jugendgerecht ausgestaltet sind und erziehungsberechtigten Personen sinnvolle und niedrigschwellige Optionen zur Nutzungsbegleitung bieten. Der Fachausschuss fordert das BMBFSFJ zudem dazu auf, die eingesetzte Expert*innen-Kommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ um Organisationen der Selbstvertretung junger Menschen und aus der Jugendverbandsarbeit zu ergänzen.
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Gegen ein Social-Media-Verbot bis 16 Jahre
Positionierung des Bundesfachausschusses Familien-, Kinder-, Jugend- und Frauenpolitik der AWO