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AWO-rotes Herz in der Natur

AWO Ziel- und Maßnahmenplan Klimaschutz

Kurzinformation

Träger: AWO Bundesverband
Zeitraum: dauerhaft
Arbeitsfeld: Nachhaltigkeit, Klimaschutz
Zielgruppe: AWO-Gliederungen mit ihren Einrichtungen und Diensten

Der Klimaschutz-Plan der AWO als verbindlicher Rahmen, Orientierung und praxisnahe Hilfestellung auf dem Weg zur Klimaneutralität umfasst sechs Handlungsfelder: Gebäudeenergie, Mobilität, Beschaffung, Verpflegung, Steuerung und Transparenz sowie Glaubwürdigkeit. Der Bundesverband unterstützt die Verbände und Einrichtungen bei der Umsetzung.

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Die AWO hat sich das Ziel gesetzt, mit ihren über 18.000 Einrichtungen und Diensten noch vor dem Jahr 2040 klimaneutral zu werden.

Um ihre Klimaziele zu erreichen, ist die AWO in fünf Handlungsfeldern auf dem Weg:

  • Die Gebäudeenergie soll konsequent klimafreundlicher gestaltet werden. Vorgesehen ist unter anderem, die Stromversorgung der AWO-Gliederungen, Einrichtungen und Dienste vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umzustellen. Zudem sollen geeignete Dach- und Gebäudeflächen für Photovoltaik geprüft, nachhaltige Baustandards berücksichtigt und Maßnahmen zur Klimaanpassung sowie zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt werden.
  • Bei der Mobilität stehen klimafreundliche Arbeitswege, Dienstreisen und Fahrzeugflotten im Mittelpunkt. Dazu gehören die Förderung von ÖPNV, Fahrrad- und Jobticket-Angeboten, der Vorrang von Bahn und ÖPNV bei Dienstreisen sowie die schrittweise Umstellung der Fahrzeugflotten auf lokal emissionsarme Antriebe.
  • Die Verpflegung soll gesünder, nachhaltiger und klimafreundlicher ausgerichtet werden. Dafür sollen unter anderem fleischlose Menülinien, mehr pflanzliche und frische Lebensmittel, regionale und saisonale Produkte sowie Maßnahmen zur Reduzierung von Speiseabfällen gestärkt werden.
  • Im Bereich Ressourcen und Beschaffung ist vorgesehen, den Einkauf stärker an ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitskriterien auszurichten. Dazu gehören nachhaltige Vorgaben für Lebensmittel, Papier, Verpackungen, IT-Produkte sowie Werbematerialien, etwa durch Recyclingmaterial, fair gehandelte Produkte und wiederaufbereitete Geräte.
  • Mit Transparenz und Controlling soll der Fortschritt beim Klimaschutz regelmäßig sichtbar und überprüfbar gemacht werden. Dafür sollen die CO₂-Emissionen der AWO-Organisationen mit hauptamtlichen Strukturen regelmäßig erfasst und ausgewertet werden. Die Bilanzierung soll sich am Greenhouse Gas Protocol orientieren und sowohl direkte als auch relevante indirekte Emissionen einbeziehen.

Der Ziel- und Maßnahmenplan Klimaschutz folgt einem Comply or Explain-Ansatz. Das bedeutet: Die AWO-Gliederungen sollen die vereinbarten Ziele und Maßnahmen grundsätzlich umsetzen. Gleichzeitig wird anerkannt, dass dies aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen vor Ort nicht immer vollständig oder fristgerecht möglich ist. Wenn Maßnahmen nicht oder nur teilweise umgesetzt werden können, sollen die Gründe dafür transparent erläutert werden. Der Ansatz verbindet damit Verbindlichkeit mit praktischer Umsetzbarkeit. Er schafft Spielräume für besondere Situationen, ohne die gemeinsamen Klimaschutzziele aus dem Blick zu verlieren. Zugleich fördert er eine regelmäßige Auseinandersetzung mit dem Umsetzungsstand. Die Gliederungen berichten dafür mindestens einmal jährlich gegenüber ihren jeweiligen Aufsichtsgremien.

Mit dem Beschluss macht die AWO deutlich, dass sie bereit ist, Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen. Gleichzeitig können die dafür notwendigen Veränderungen in Einrichtungen und Diensten der Freien Wohlfahrtspflege nicht allein aus eigener Kraft finanziert und umgesetzt werden. Deshalb braucht es verlässliche, auskömmliche und dauerhafte Rahmenbedingungen für Klimaschutz und Klimaanpassung. Wir fordern unter anderem eine Verankerung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Sozialgesetzbuch, passende Förderprogramme für gemeinnützige Träger sowie Investitionen in einen zukunftsfähigen Gebäudebestand. Auch Eigenenergieerzeugung, betriebliches Mobilitätsmanagement und nachhaltige Beschaffung sollen besser ermöglicht und refinanziert werden. Für die Gemeinschaftsverpflegung fordern wir eine Neuberechnung der Budgets, damit gesunde und klimaverträgliche Angebote realisierbar sind. Klimaschutz in der Sozialen Arbeit kann nur gelingen, wenn Politik, Kostenträger und Wohlfahrtsverbände gemeinsam geeignete rechtliche, finanzielle und strukturelle Voraussetzungen schaffen.

Im Rahmen der CO₂-Fußabdruck-Erstellung arbeitet der Bundesverband mit „NiNo – Nachhaltigkeit in Non-Profit Organisationen“ zusammen.

Materialien

  • Ziel- und Maßnahmenplan

    Klimaschutz ist Solidarität! Unser Weg zur Klimaneutralität.