Foto: © AWO Bezirksverband Unterfranken / Stefana Körner
Mehr Schutz und Barrierefreiheit
Das Frauenhaus des AWO Bezirksverbands Unterfranken wurde im November 2025 nach vierjähriger Sanierung neu eröffnet – mit mehr Schulplätzen, barrierefreien Räumen und spezialisierten Wohnangeboten.
Durch den Umbau konnte die Kapazität des AWO-Frauenhauses Würzburg von 6 auf 13 Schulplätze erweitert werden, die bereits stark nachgefragt sind. Zusätzlich entstanden spezielle Appartements für Frauen mit mehreren Kindern oder besonderen Unterstützungsbedarfen – ein Novum unter Frauenhäusern mit Modellcharakter. Das Projektvolumen betrug 5,8 Millionen Euro und wurde überwiegend aus Bundesmitteln des Förderprogramms „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ sowie durch das Land Bayern, Sternstunden und zahlreiche Spenden finanziert. Die neu geschaffenen Übergangswohnungen werden aktuell belegt.
Das Frauenhaus verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Neben der akuten Schutzaufnahme stehen Kinder und Jugendliche als mitbetroffene Opfer ebenfalls im Fokus. Ein multiprofessionelles Team aus Sozialpädagoginnen, Erzieherinnen und Ehrenamtlichen begleitet Frauen und Kinder traumasensibel und stärkt ihre Selbständigkeit. Ergänzt wird das Angebot durch das Second-Stage-Projekt zur Nachbetreuung nach dem Auszug, Übergangswohnungen sowie psychosoziale Beratung. Eine proaktive Beratungsstelle nimmt unmittelbar nach Polizeieinsätzen Kontakt zu betroffenen Frauen auf und bietet schnelle Hilfe. Ziel ist der nachhaltige Ausstieg aus Gewalt und der Aufbau eines selbstbestimmten Lebens.