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02.07.2026

Wir. Zusammen. Weiter. Möglichkeitsräume eröffnen.

AWO Netzwerktagung Verband und Engagement 16.-18. Juni 2026

Vom 16. bis 18. Juni 2026 brachte der Bundesverband Multiplikator*innen der AWO und des Jugendwerks in Berlin zur Netzwerktagung Verband und Engagement zusammen, um Perspektiven der Verbandsentwicklung und Engagementförderung zu diskutieren und neue Ideen zu entwickeln.

„Sich keine Gedanken zu machen, ist keine Ausrede!“

Mit diesem Impuls eröffnete Prof. Dr. Chantal Munsch ihren Beitrag zu Zugangschancen und Hemmnissen im freiwilligen Engagement – basierend auf den Erkenntnissen des vierten Engagementberichts der Bundesregierung. Die anschließenden Diskussion zeigte: Organisationen und Vereine sollten die Chance nutzen, bestehende Schwellen zum Engagement bewusst wahrzunehmen und abzubauen. Die AWO verfügt über großes Potenzial, gemeinsam mit ihren Zielgruppen und Schwellen-Expert*innen zu prüfen, wie Menschen leichter den Weg in die eigenen Strukturen finden. Gemeinsam über die Zukunftsfähigkeit von Mitgliederverbänden ins Gespräch zu kommen und den Denkwerkzeugkasten Jenseits der Gewohnheit: Mitgliedschaft, Macht und Wandel neu denken zu erproben – dazu lud der AWO Bundesverband gemeinsam mit dem AWO Bezirksverband Niederrhein und dem Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik ein.

  • Denkwerkzeugkasten

    Jenseits der Gewohnheit: Mitgliedschaft, Macht und Wandel neu denken

AWO Netzwerktagung Verband und Engagement 16.-18. Juni 2026
AWO Netzwerktagung Verband und Engagement 16.-18. Juni 2026
AWO Netzwerktagung Verband und Engagement 16.-18. Juni 2026
AWO Netzwerktagung Verband und Engagement 16.-18. Juni 2026
AWO Netzwerktagung Verband und Engagement 16.-18. Juni 2026
AWO Netzwerktagung Verband und Engagement 16.-18. Juni 2026
AWO Netzwerktagung Verband und Engagement 16.-18. Juni 2026

Workshops: Einblicke in Spannungsfelder der Verbandsentwicklung

Kolleg*innen gaben in verschiedenen Workshops praxisnahe Einblicke in zentrale Themen der Verbandsentwicklung und Engagementförderung:

  • Geschlechtergerechte Sprache – sichtbar machen und anwenden
  • AWO-Beitragsordnung – Ideenwerkstatt „Was kostet die Welt?“
  • Lebenslanges Lernen – Universität der dritten Generation
  • Brücken zwischen Jugendwerk und AWO
  • ZMAV und CRM – Auf dem Weg zur echten Mitglieder- und Adressverwaltung
  • Profil stärken – „Wo AWO draufsteht, sollte auch AWO drin sein!“
  • AWO-Kampagne – Markier‘ den Unterschied

Engagement und Demokratie gehören zusammen

„Selbstbewusst sein! Sich nicht ins Bockshorn jagen lassen.“

So Stephanie Handtmann von der Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung. Engagement in seiner Vielfalt ist ein Grundpfeiler der Demokratie. Aus Verbandssicht sind Engagement und Demokratie untrennbar miteinander verbunden. Beide geraten jedoch zunehmend unter Druck – in den Strukturen der AWO und des Jugendwerks ebenso wie in der gesamten Zivilgesellschaft. In ihrem Beitrag „Engagement für Demokratie – Mythos Neutralitätsgebot“ betonte Handtmann: Trotz aller Herausforderungen können sich AWO und Jugendwerk auf ihre Satzungszwecke, Werte und Leitsätze berufen, um handlungssicher zu bleiben.

Wie dies in der Praxis gelingt, zeigten Workshops wie:

  • Gemeinsam Demokratie stärken – wenn der Gegenwind zunimmt
  • Demokratie ist (k)ein Selbstläufer – wer macht sie eigentlich noch?

KI in der Verbandsentwicklung: Chancen und Rahmenbedingungen

In einem Videointerview zeigte Elena Fronk (rechts im Bild), Digitalisierungsmanagerin AWO Bezirksverband Niederrhein, stellvertretend für das Digitalisierungs- und Innovationsnetzwerk AWO DNA, welche Aktivitäten und Ressourcen rund um KI-Einführung, Verbandsentwicklung und Engagementförderung bereits bestehen. Deutlich wurde: Schulungen, Datenschutz und ein geschützter Experimentierraum sind zentrale Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle KI-Nutzung.

AWO Netzwerktagung Verband und Engagement 16.-18. Juni 2026

Mitmachtagung: Markt der Möglichkeiten

Ein Höhepunkt der Tagung war der Markt der Möglichkeiten. Hier knüpften die Teilnehmenden Kontakte, stärkten Netzwerke und präsentierten Projekte, Ideen, Spiele und vieles mehr aus der vielfältigen Verbandspraxis. Laurenz Scheunemann und Ilan Siebert von re:engage stellten zudem vor, wie die Aktivierung passiver Mitglieder zur Zukunftssicherung von Organisationen beitragen kann.

Politische Forderungen der AWO

Als Teil der Zivilgesellschaft gehört das ehrenamtliche Engagement zum Wesenskern der AWO. Engagement bleibt ein Grundpfeiler der Demokratie. Um als Mitglieder- und Engagementverband in herausfordernden Zeiten gut und nachhaltig aufgestellt zu sein und weiterhin wirksam zur Gestaltung einer demokratischen, pluralen Gesellschaft beizutragen, formuliert die AWO folgende politische Forderungen:

  • Die Leistungen der Wohlfahrtsverbände im sozialen Engagement müssen anerkannt und stärker finanziell gefördert werden.
  • Zivilgesellschaftliches Engagement ist politisch aufzuwerten.
  • Die Engagement-Infrastruktur ist auszubauen.
  • Zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume müssen geschützt werden.
  • Die Förderung des jungen Engagements und der Jugendverbände muss ein engagementpolitischer Schwerpunkt sein.
  • Engagement muss inklusiv und für alle Menschen zugänglich sein.
  • Das Engagement muss von Bürokratie entlastet werden.
  • Die Chancen der Digitalisierung im Engagement müssen genutzt und die Förderung ausgebaut werden.
  • Das Demokratiefördergesetz muss eingeführt und Demokratieförderprogramme müssen fortgesetzt und ausgebaut werden.

Von Herzen danke

Das Team Verband und Engagement vom AWO Bundesverband bedankt sich bei allen Beteiligten, die einen Workshop moderiert, einen Beitrag zum Markt der Möglichkeiten geleistet, einen zentralen Impuls eingebracht und aktiv teilgenommen haben.

Ein besonderer Dank gilt zudem der Unterstützung durch die Glücksspirale.

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