Sommertour 2026 – Soziale Ungleichheit bekämpfen!
Von Anfang Juni bis Ende August sind die Vorsitzenden des AWO-Präsidiums, Kathrin Sonnenholzner und Michael Groß, bundesweit unterwegs. In Einrichtungen und Diensten der AWO treten sie mit Menschen vor Ort in den Dialog. Im Mittelpunkt ihrer Tour steht der Einsatz gegen soziale Ungleichheit.
Steigende Lebenshaltungskosten, wachsende Vermögensunterschiede und politische Sparmaßnahmen verschärfen die Lebenslage vieler Menschen und setzen zugleich soziale Einrichtungen zunehmend unter Druck – mit spürbaren Folgen für den sozialen Zusammenhalt. Seit ihrer Gründung setzt sich die AWO für mehr soziale Gerechtigkeit ein. Mit ihren Einrichtungen und Diensten sichert sie eine flächendeckende soziale Infrastruktur, die Ungleichheiten abmildert, individuelle Fähigkeiten fördert und unsere Demokratie stärkt.
Kürzungsdruck und kreatives Engagement
Angesichts massiver Kürzungen im Sozialbereich besuchen Sonnenholzner und Groß gezielt Einrichtungen und Dienste, die besonders von Haushaltskürzungen betroffen sind, sowie herausragende Ehrenamtsprojekte der AWO, die für ihre kreativen und nachhaltigen Beiträge zum gelingenden Zusammenleben mit dem dem Lotte-Lemke-Engagementpreis ausgezeichnet wurden. Gemeinsam mit Fachkräften, Engagierten und Betroffenen möchten die Präsident*innen darüber sprechen, was es jetzt braucht, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken, Armut wirksam zu bekämpfen und politische Lösungen einzufordern.
Soziale Ungleichheit ist ein Skandal
Michael Groß betont: „Das Ausmaß sozialer Ungleichheit in unserem Land ist ein Skandal! Die ärmere Hälfte besitzt gerade einmal 1 Prozent des Vermögens – den oberen 10 Prozent gehört über die Hälfte des Vermögens in Deutschland. Immer mehr Menschen können nachts nicht schlafen, weil sie sich ernsthafte Sorgen um die Bezahlbarkeit des Lebens machen müssen. Um Ausgleich zwischen Arm und Reich zu schaffen und endlich allen Menschen ein Leben in Würde in unserem reichen Land zu ermöglichen, müssen in diesen Krisenzeiten starke Schultern in unserem Land mehr zur Bewältigung der Herausforderungen beitragen!“
Kathrin Sonnenholzner ergänzt: „Die Folgen der Sparpolitik im Sozialen spüren wir schon lange in den Quartieren und unseren Einrichtungen. Nicht nur die Menschen, die wir mit unseren Angeboten erreichen, sorgen sich immer mehr um die Bezahlbarkeit des Lebens. Auch für viele unserer Dienste wird die Luft immer dünner. Dabei sind wir unerlässlich für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land. Die Politik muss endlich handeln und für eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung sorgen!“