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15.06.2026

Anfeindungen und Bedrohungen im Wohlfahrtsbereich

Eine aktuelle Studie auf Basis der Erfahrungen von Mitarbeitenden und Engagierten aus DRK, AWO und dem Paritätischen Gesamtverband untersucht erstmals in dieser Breite Bedrohungen, Hass und Übergriffe im Wohlfahrtsbereich – sowohl im Arbeitsalltag als auch im digitalen Raum.

Anfeindungen gehören für viele haupt- und ehrenamtlich Engagierte im Wohlfahrtsbereich inzwischen zum Alltag. Die Studie zeichnet ein deutliches Bild: 43 Prozent der Befragten berichten von abwertenden Kommentaren und Beleidigungen über gezielte Desinformation und digitale Hetze bis hin zu Bedrohungen und körperlichen Übergriffen. Besonders betroffen sind Arbeitsfelder wie Migration und Integration, Demokratieförderung, Geschlechtergerechtigkeit und soziale Sicherung.

4 von 10 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Wohlfahrtspflege waren bereits von Anfeindungen betroffen.

Die Folgen betreffen nicht nur Einzelne, sondern Organisationen insgesamt. Personalbindung, Nachwuchsgewinnung, Angebotsvielfalt und öffentliche Positionierung können unter Druck geraten. Auf individueller Ebene berichten einige Befragte von Formen situativer Selbstbeschränkung, etwa indem Themen in bestimmten Kontexten abgeschwächt oder vermieden werden, um Eskalationen vorzubeugen.

Grundlage der Untersuchung sind die Angaben von 6.596 Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter mehr als 1.000 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende der AWO. Die Studie macht die Belastungen sichtbar, analysiert Unterstützungsbedarfe und formuliert konkrete Empfehlungen für einen wirksamen Schutz derjenigen, die sich täglich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.

  • Anfeindungen und Bedrohungen im Wohlfahrtsbereich

    Empirisches Lagebild, Bedarfsanalyse und Handlungsempfehlungen

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