Epochen

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Aufbau der Arbeiterwohlfahrt „von unten“

Ab Mai 1945

Dies ist die Situation, unter der die Arbeiterwohlfahrt wieder anfängt zu arbeiten. Lokal hatten schon Aktivitäten in den letzten Kriegswochen wieder begonnen. Allerorten, wo früher eine Arbeiterwohlfahrt bestanden hatte, nehmen die ehemaligen Helfer und Helferinnen den Kampf gegen die unabsehbare Not jener Zeit auf. An anderen Orten sind es die mit dem Flüchtlingsstrom gekommenen Helfer aus dem Osten, die mit ihren Erfahrungen ihren Schicksalsgenossen Beistand leisten. All dies geschieht spontan, ohne jede Anweisung „von oben“. Die örtlichen AW-Ausschüsse und –Vereine schließen sich auf Kreisebene zusammen, bald auch zu Bezirksausschüssen.

AW New York / AW USA

Sommer 1945 (bis 1949)

Ab Sommer 1945 schließt sich die AW New York der „Labour League for Human Rights“ der „American Federation of Labor (AFL)“ an. Alle Spenden der Labour League, der Unitarier und Quäker werden nach Kriegsende der sich neugründenden AW in den Westzonen Deutschlands über den AW-Hauptausschuss übermittelt. Um mehr eigene Spenden zu sammeln, gestaltet sich die AW New York in die Zentrale der AW USA um. Zwischen 1946 und 1949 erhält die AW Deutschland allein über CRALOG (Council of Relief Agencies Licensed for Operation in Germany) insgesamt 1811 Tonnen Hilfsgüter aus den USA. Daneben erfährt die Arbeiterwohlfahrt durch Vermittlung der AW New York Unterstützung durch CARE-Pakete. Neben der materiellen Unterstützung gelingt es der New Yorker AW, den AW-Ausschüssen in den Westzonen auch politische Unterstützung zukommen zu lassen. Dies ist vornehmlich Verdienst von Marie Juchacz, die von Karl Bräuning und Eva Lewinski in ihren Bemühungen unterstützt wird. Mit der Rückkehr von Marie Juchacz im Februar 1949 nach Deutschland schlafen die Kontakte der westdeutschen AW zur AW USA praktisch ein.

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