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Eine gerechte Gesellschaft braucht keine Solidarität. Gespräch mit dem Schriftsteller Lukas Bärfuss

Der Aufruf zur Solidarität ist allgegenwärtig. Aber was meint Solidarität eigentlich und ist sie per se etwas Wünschenswertes? Ja und nein, meint der Schriftsteller Lukas Bärfuss:

Spätestens mit dem Durchdringen des Alltags der neoliberalen Ordnung, wurden die Menschen jeden Tag ermutigt, sich als Einzelkämpfer*in zu sehen. Das verwundert, so Bärfuss: „Wir definieren unsere Werte, unsere Hoffnungen und Ansichten über die Gruppe, in der wir leben. Statt nur um uns selbst, sollten wir uns auch um das gesellschaftliche Bewusstsein und um die gesellschaftliche Identität kümmern. In den letzten Jahrzehnten haben wir dies kaum praktiziert. Ziel war die Lösung des Individuums aus seinen sozialen Beziehungen. Es ging um Selbstertüchtigung in einem Umfeld der totalen Ökonomisierung.“

 

Wir sollten uns nicht mit der Solidarität zufrieden geben. Sie ist eine Krücke in ungerechten Gesellschaften. Eine gerechte Gesellschaft braucht keine Solidarität und überantwortet diese Verantwortung für den Ausgleich auch nicht dem Einzelnen.

Lukas Bärfuss im TUP Sonderband 2021

Für eine gerechte Gesellschaft muss vor allem der Begriff des Eigentums endlich hinterfragt werden, fordert Bärfuss: "Alles hat sich verändert. Eines ist gleich geblieben: Die Reichen werden immer reicher. Wir sind keine Meritokratie mehr. Heute werden Vermögen nicht erarbeitet, sondern vererbt. Das ist zersetzend für unsere Gesellschaft. Wir müssen darüber reden, was ein Mensch besitzen kann, soll und darf, und zwar jenseits der ideologischen Grabenkämpfe des Kalten Krieges. Das können wir uns nicht mehr leisten."

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