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Inklusiver Arbeitsmarkt oder Sonderstrukturen?

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Von: Antje Helbig, Fabian Schwarz

Arbeit stiftet Identität - und macht mitunter krank.

Am Arbeitsleben teilnehmen zu können, ist prägend für die Identität von Menschen in unserer Gesellschaft. Doch der Leistungsdruck auf dem Arbeitsmarkt ist hoch. Nachweislich trägt er dazu bei, dass zunehmend Menschen psychisch erkranken und in vielen Fällen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeitsfähig sind.

Die AWO plädiert deshalb für einen humanen und inklusiven Arbeitsmarkt. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die Empfehlung des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in seinen abschließenden Bemerkungen zum ersten Staatenbericht Deutschlands: Deutschland solle seine Werkstätten für Menschen mit Behinderungen schrittweise abschaffen.  

 

Inklusion braucht realistische Bedingungen

Die AWO unterstützt grundsätzlich diese Empfehlung. Andererseits sind Werkstätten für behinderte Menschen und Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote solange notwendige Bestandteile des übergreifenden Arbeitssystems, bis realistische Bedingungen für eine inklusive Teilhabe an Arbeit geschaffen wurden. Und zwar für alle Gruppen von Menschen, mit und ohne Behinderungen.  

 

Vorreiter für einen inklusiven Arbeitsmarkt: Integrationsbetriebe

Integrationsbetriebe sind eine Möglichkeit, Menschen mit einer Behinderung direkt auf dem Arbeitsmarkt zu beschäftigen. In einem solchen Betrieb arbeiten Menschen mit und ohne Schwerbehinderung unter Marktbedingungen gemeinsam. Sie sind deshalb ein wichtiger Teilschritt auf dem Weg zu einem humanen Arbeitsmarkt.

Integrationsbetriebe bei der AWO

Auch die AWO ist Trägerin von Integrationsbetrieben. Die AWO Bremerhaven ist z.B. an der SIWONA gGmbH beteiligt. Dieses Unternehmen bietet unter anderem Dienstleistungen rund um die Verwertung ausgemusterter IT- und Kommunikationssysteme an. Mehr zur SIWONA gGmbH (Link zu einer anderen Seite).

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