Quartiersentwicklung

Quartiersentwicklung

Modellprojekte im Bereich Gesundheit, Alter, Behinderung

Ob Partizipation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen, Gesundheitsförderung für ältere Menschen in der Quartiersentwicklung oder Queer-freundliche Altenhilfe: Drei innovative Projekte zeigen, die AWO ist mit ihren Angeboten so vielfältig und bunt wie die Gesellschaft in der wir leben.

AWO Bundesverband startet das Modellprojekt „Teilhabe XXL im Quartier“

Am 1. Oktober 2020 startete das dreijährige Projekt  „Teilhabe XXL im Quartier – Erhöhung der Teilhabe, Partizipation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Quartiersentwicklung“ – gefördert durch die Aktion Mensch. 

Die Arbeiterwohlfahrt möchte in diesem Projekt die Themen Quartiersentwicklung und Inklusion zusammenbringen und Menschen mit Behinderungen eine Stimme im Quartier geben. Ziel des Projektes ist es, die Teilhabe und Mitbestimmungsmöglichkeiten der Zielgruppe zu fördern und somit zu mehr Toleranz, Akzeptanz und Respekt beizutragen. 

An neun deutschlandweiten Standorten soll modellhaft der Weg hin zu mehr Teilhabe, Partizipation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Quartier begleitet werden. Die Umsetzung vor Ort wird jeweils von einem Projektteam aus Mitarbeitenden der AWO sowie Vertreter*innen der Zielgruppe und weiteren Multiplikator*innen gesteuert. 

Der AWO Bundesverband begleitet und unterstützt diesen Prozess durch Qualifizierungen der Mitarbeitenden der AWO sowie Praxisbegleitungen. Durch diese Schulungen werden Mitarbeitende befähigt, die Zielgruppe auf Ihrem Weg hin zu mehr Teilhabe im Quartier zu unterstützen.

 

Die Gesundheit älterer Menschen wohnortnah fördern

Im Dezember 2020 endete das Modellprojekt „Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen im Quartier“, welches seit Januar 2018 vom AWO Bundesverband und seinen Trägern umgesetzt wurde. Das Projekt wurde über den Verband der Ersatzkassen e. V. gefördert und fokussierte sich auf Quartiere im ländlichen Raum. Ziel war es, die Gesundheit von Bürger*innen ab 65 Jahren in ihrer unmittelbaren Lebenswelt zu unterstützen. Dabei wurden speziell Menschen in schwieriger sozialer Lage sowie isoliert Lebende in den Blick genommen.

Nach dem Auf- und Ausbau von Netzwerken, startete im Jahr 2019 ein nächster Schritt: In den fünf Modellstandorten fanden Bürger*innendialoge statt, um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. In den gut besuchten Veranstaltungen äußerten die älteren Bürger*innen viele Ideen und Wünsche im Hinblick auf ein gesundes Älterwerden im Quartier. Die Ergebnisse wurden anschließend in Arbeitsgruppen bearbeitet und in konkrete Maßnahmen umgewandelt. Trotz durch die Corona-Pandemie erschwerter Bedingungen konnten gemeinsam vielfältige Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Die Projekterfahrungen sowie Erfolgsfaktoren und Hemmnisse beim Aufbau gesundheitsfördernder Strukturen wurden abschließend in einem Praxisleitfaden gebündelt.
 

Modellprojekt „Queer im Alter“: Queere Senior*innen sind bei uns willkommen

Die Biografien von älteren Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und queeren Menschen (LSBTIQ*) sind nicht selten von Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen geprägt. Sind LSBTIQ* im hohen Lebensalter auf Angebote der Altenhilfe angewiesen, befürchten nicht wenige von ihnen erneute Ablehnung und Ausgrenzung. Als Zielgruppe wurden sie in den Konzepten und Angeboten der Altenhilfe bisher systematisch kaum bedacht.

Um diese Lücke zu schließen, hat der AWO Bundesverband gemeinsam mit sechs bundesweiten Modellstandorten Maßnahmen zur Öffnung der Altenhilfe für queere Senior*innen entwickelt und durchgeführt. Zentraler Bestandteil ist ein Fortbildungspaket für alle Mitarbeitende der Altenhilfe zum Thema LSBTIQ* in der Pflege und Betreuung. Es wurde Anfang 2020 während zwei Fortbildungen für Multiplikator*innen der Modellstandorte erfolgreich getestet.

Das Fortbildungspaket kann zusammen mit weiteren Instrumenten ab Januar 2021 hier kostenlos als Praxishandbuch bezogen werden. 

Laufzeit 2019 bis Februar 2021
Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
 

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