EU Maßnahmen zu Corona

EU Maßnahmen zu Corona

AWO positioniert sich zu EU-Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie

Mit einem Positionspapier äußerte sich der AWO Bundesverband im Mai 2020 zu notwendigen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie auf EU-Ebene.

Link zum Positionspapier.

Die AWO positioniert sich darin zu kurz-, mittel- und langfristigen EU-Maßnahmen, welche zur Krisenbewältigung notwendig sind und künftige Krisen besser abfedern können. Sie spricht sich dafür aus, dass die Zusammenarbeit innerhalb der EU eng aufeinander abgestimmt und gemeinsame Instrumente im Umgang mit der Krise und ihrer Folgen notwendig sind. So braucht es solidarische Finanzhilfen, die zur Unterstützung der Wirtschaft und zur Stärkung der nationalen Gesundheits- und Sozialschutzsysteme beitragen und einen Fokus auf den Schutz der besonders benachteiligten Personengruppen legen.

Aktivitäten zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 – Die AWO setzt sich für die Stärkung der sozialen Dimension in der EU ein

Im zweiten Halbjahr 2020 übernahm Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft. Die AWO hat diese aktiv begleitet und sich mit einem Erwartungspapier an die Bundesregierung gerichtet. Sie ruft die Bundesregierung dazu auf, sich während ihrer EU-Ratspräsidentschaft für verbindliche und konstruktive Maßnahmen und Initiativen einzusetzen, damit die soziale Dimension der EU eine spürbare Stärkung erfährt. 

Darüber hinaus organisierte die AWO gemeinsam mit dem Sozialverband Deutschland (SoVD) am 12. Oktober 2020 die digitale Veranstaltung „Europäische Strategien zur Armutsbekämpfung – Perspektiven für ein Europa von morgen“. Mit Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie Sozialpartnern und Entscheidungsträger*innen auf nationaler und europäischer Ebene wurden dringende soziale Europafragen diskutiert. Unter Beisein des EU-Kommissars für Beschäftigung und Soziale Rechte, Nicolas Schmit, und Bundessozialminister Hubertus Heil stellten die AWO und der SoVD ihre Erklärung „Gemeinsam für ein Europa ohne Armut“ mit neun Maßnahmen für ein soziales und solidarisches Europa vor.

Statistik

Im Jahr 2019 waren in der EU mehr als 107 Mio. Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht.

- Quelle: eurostat 2021, Link zur Quelle hier, Zuletzt abgerufen am 11.3.2021

Investitionen in die Menschen mit dem Europäischen Sozialfonds

Im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) hat sich die AWO auch im abschließenden Jahr der EU-Förderperiode 2014-2020 aktiv in den Bundesprogrammen eingebracht und unterstützt mit einer Vielzahl von innovativen Projekten Menschen vor Ort. Im Mittelpunkt der ESF-Förderung stehen die Arbeitsmarktintegration, Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen, sowie die Förderung der sozialen Inklusion und die Bekämpfung von Armut. 

Der AWO Bundesverband begleitete 2020 intensiv verschiedene Programme. Mit einer Informationsveranstaltung zum ESF-Bundesmodellprogramm „Stärkung der Teilhabe Älterer – Wege aus der Einsamkeit und sozialen Isolation im Alter“ führte der Bundesverband interessierte Antragsteller*innen der AWO in das Programm ein. Die AWO startete 2020 vier Kooperationsprojekte, die dazu beitragen, die soziale Teilhabe älterer Menschen zu stärken und sie beim Übergang aus dem Erwerbsleben in die nachberufliche Phase zu unterstützen. 

Im ESF-Programm “rückenwind - Für die Beschäftigten und Unternehmen in der Sozialwirtschaft”, dem Partnerschaftsprogramm der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), hat der AWO Bundesverband 2020 die Projektträger der noch laufenden Projekte bei der Umsetzung des Programms im Kontext der Corona-Pandemie unterstützt. In der gesamten EU-Förderperiode 2014-2020 wurden in der AWO 24 Projekte über das Programm gefördert.  

Auch im Rahmen des Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) hat sich der AWO Bundesverband für die Umsetzung im Kontext der Pandemie eingesetzt. 2020 begleitete er zudem den Aufruf des BMAS für eine Projektverlängerung bis Mitte 2022, für die sich die 69 Kooperationsprojekte der zweiten EHAP-Förderrunde bewerben konnten. Insgesamt wurden 45 Projekte für die Verlängerung ausgewählt, darunter auch Projekte der AWO. In zwei EHAP-Förderrunden wurden in der EU-Förderperiode 2014-2020 in Deutschland rund 151 Kooperationsprojekte gefördert

Mit der neuen EU-Förderperiode ab 2021 wird der ESF zum Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+). Dieser fasst mehrere bekannte europäische Förderinstrumente aus dem sozialen Bereich unter dem Dach des neuen ESF+ zusammen. Der Fonds wird dabei eine noch stärkere soziale Ausrichtung haben.

 

Statistik

In Deutschland wurden mit dem Europäischen Sozialfonds in der EU-Förderperiode 2014-2020 bereits rund 572.000 Personen und 133.000 kleine und mittlere Unternehmen unterstützt.

- Bürgerinformation zum Durchführungsbericht 2019, Link zur Quelle hier

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