AWO gegen Corona

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Hilfsaktionen für mittellose Menschen

Damit Menschen in Notsituationen in der Corona-Krisenzeit mit den notwendigen Dingen des täglichen Bedarfs versorgt wurden, hielt die AWO Saarland ab April in der Notschlafstelle, den drei Frauenhäusern, in der Kleiderkammer Saarlouis Lebensmittel-Taschen bereit.

Die Lebensmittel-Taschen wurden kostenlos an mittellose Menschen herausgegeben. Auch das AWO-Quartiersprojekt „Zuhause in Molschd“ unterstützt das Hilfsprojekt insieme zusammen, das Menschen in Saarbrücken-Malstatt mit Lebensmitteln versorgt. Ermöglicht wird die kostenlose Ausgabe der Lebensmittelspenden durch einen Zuschuss der Aktion Mensch sowie über 6.000 Euro an einzelnen Spenden aus einem AWO-Spendenaufruf im März. 

Die Taschen, die von Mitarbeiter*innen der AWO und der AWO Kindertagesstätte Hohenzollern, dem AWO Kreisverband Saarlouis, dem AWO Landesjugendwerk Saar und Mitarbeiter*innen der Landesgeschäftsstelle gepackt wurden, enthalten neben einer Alltags-Maske haltbare Lebensmittel wie Wurst, Käse, Margarine, Marmelade, Suppen, Nudeln, Reis und Hygieneartikel wie Seife, Duschgel, Zahnpasta und eine Zahnbürste.

Heim@funk

57 Tablets hat die AWO Saarland an ihre Seniorenzentren ausgegeben. Damit können die Bewohner*innen mit ihren Angehörigen per Videochat in Kontakt treten. Alle Geräte haben SIM-Karten, sodass die Kontakte wahlweise über Skype oder über WhatsApp erfolgen können. „Heim@funk“ oder „Heimatfunk“ nennt sich diese Aktion der AWO Saarland. 

„Vielen Bewohner*innen macht der Videochat mit ihren Lieben große Freude und sie sind begeistert von dieser Möglichkeit, Kontakt mit ihren Familien zu halten“, berichtet Jennifer Hohe, Koordinatorin der sozialen Betreuung in der Beckinger Rosenresidenz. Die Geräte sind nahezu durchgehend im Einsatz: Über 50 Videochats haben die Beckinger Senioren dort in den ersten beiden Wochen bereits mit ihren Angehörigen geführt. 

„Im ersten Moment war das Skypen ein bisschen aufregend, weil es so neu für mich war“, sagt Dominik Di Legge, Bewohner des Riegelsberger Seniorenzentrums am Stumpen. Der 93-jährige hat schon mit der Tochter, die in Riegelsberg wohnt, geskypt und auch mit dem Sohn im Schwarzwald. „Ich kenne mich zwar noch nicht so richtig aus, aber das werden wir nach der Quarantäne auf jeden Fall auch in der Zukunft beibehalten“, sagt er. Immerhin hat er nicht nur einen Sohn im Schwarzwald, sondern auch einen Enkel in Berlin.

Ehrenamtliches Engagement in der Pandemie

Ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement sind Waltraud Trauthwein und Vera Lies vom AWO Ortsverein Sulzbach, die über 1.200 selbstgenähte Masken bereitstellten.

„Bis aus einem Stück Stoff eine fertige Maske hergestellt ist, wandert dieses Stoffstück sechs Mal von Haustür zu Haustür. Die Nachbarn, an deren Häusern wir vorbeilaufen, lachen schon. Die Übergabe der Masken findet immer in Papiertüten statt, die nach dem Klingeln vor die Tür gestellt werden.“, so Vera Lies über das Geheimrezept zur Fließbandarbeit mit Waltraud Trauthwein, der Vorsitzenden des AWO Ortsvereins in Sulzbach. 

Als die Pandemie ausbrach und die Ausgangsbeschränkungen auch im Saarland beschlossen wurden, legten beide los, um ihre Näh- und Schneiderinnentalente für die Menschen im Saarland einzusetzen. Waltraud Trauthwein schneidet, bügelt, klammert und macht das Faden-Finish, Vera Lies näht im Akkord. „Kontaktlose Fließbandarbeit“ nennen beide Näherinnen das. Die Verteilung der Alltagsmasken an Menschen mit Bedarf übernimmt die Arbeiterwohlfahrt für die beiden.

Während Waltraud Trauthwein kreative Talente wie das Nähen von der Pike auf lernte und immer wieder anwendet begann für Vera Lies das Interesse mit einem Nähkurs in der Nähstube beim AWO Ortsverein Dudweiler: „Ich hatte vor vielen Jahren mal einige Nähkurse in der Nähstube der AWO Dudweiler besucht und mir durch die gewonnenen Kenntnisse auch noch eine zweite und dritte Spezial-Nähmaschine gekauft.“, und wünscht ehrenamtlichen Nähprojekten Konjunktur: „Ich hoffe, diese Nähstube bleibt der Allgemeinheit, die nähen lernen möchte, noch lange erhalten. Nähen hat bei der AWO eine sehr lange Tradition.“ Sie ist gerne ehrenamtlich engagiert um solidarisch zu helfen, wenn Hilfe gebraucht wird. Die Hilfe zur Selbsthilfe kennt Vera Lies von der AWO: „Die AWO ist eine tolle Organisation, von der ich selbst auch schon profitieren konnte. Meine Kinder fuhren gerne zur Stadtranderholung und wir wussten die ambulante Pflege der AWO für meine Schwiegereltern stets zu schätzen.“, freut sich die Näherin aus dem AWO Ortsverein Sulzbach.

 

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