Aktuell

Der AWO Podcast: Deutschland, Du kannst das!

Folge 18: "Asylrechtsberatung".

Aktuell

AWO warnt vor Armutsfolgen steigender Lebenshaltungskosten

Entlastungen nach dem Gießkannenprinzip sind nicht die richtige Strategie.

Aktuell

Unser Sozialstaat der Zukunft

In Heft 1-2022 der AWO Ansicht wird dazu der Koalitionsvertrag der Bundesregierung auf den Prüfstand gestellt.

Mitgliederverband

AWO-Governance-Kodex 2.0

Der neue AWO-Governance-Kodex | Infos und Unterlagen

Positionen und Stellungnahmen

AWO-Inhalte vertiefen

Lesen Sie nach in den Positionen und Stellungnahmen der AWO.

Theorie und Praxis

Menschen in Europa. Interview mit Karl-Markus Gauß

Kaum jemand kennt sich in Europa, vor allem in Mittel- und Osteuropa, so gut aus wie der Salzburger Schriftsteller und Publizist Karl-Markus Gauß. Im Interview mit der TUP Anfang 2019 berichtet er von seinen Eindrücken unzähliger Reisen und Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen. Dabei machte er oftmals die Erfahrung, wonach die meisten Menschen „Europäer sind, ohne auf die Idee zu kommen, dass sie Europäer wären. Sie sind auch keine ungarischen oder slowakischen Nationalisten. Sie spüren natürlich nolens volens die große Kraft der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit, weil die ja in jedes Kaff durchschlägt. Ich glaube aber, die Leute im kleinen Teil sind wesentlich weiter als ihre Regierungen, die sie sozusagen anleiten, das Falsche zu wählen.

Die meisten Menschen beschäftigen im Alltag ganz andere Dinge. Ich glaube, dass es Europäer sind, ohne auf die Idee zu kommen, dass sie Europäer wären.

Karl-Markus Gauß in Heft 1-2019

Die meisten Menschen sind keine Anti-Europäer. Auch in Ungarn nicht. Doch besteht folgende Ambivalenz: Im Alltag ihres Dorfes sind sie eigentlich ziemlich multikulturell. Dort gibt es einen Slowaken oder zwei Rumänen, mit denen sie gut auskommen. Aber in den Bereichen, in denen sie zu Recht oder Unrecht das Gefühl haben, dass es ihnen heute schlechter geht als vor zwölf Jahren, glauben sie auf eine etwas diffuse Art, dass die Globalisierung mit ihren Folgen daran schuld ist. Und das stimmt ja in gewissem Sinne auch, aber die transnationalen Konzerne sind ihnen unendlich fern, der vermeintliche andere in derselben Stadt aber sehr nah. Und auf einmal identifizieren sie ihn, nicht die makroökomischen Entwicklungen, mit ihrer Misere.“

Zum Interview

Weiter lesen
Weniger
Laden...

© 2022 AWO Bundesverband e.V...