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20.08.2014 | Stellungnahmen

Fachkräftemangel in der Pflege

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Von: Claus Bölicke

In Deutschland ist der Fachkräftemangel in der Pflege bereits heute ein drängendes Problem und erfordert zeitnahe Lösungen. Denn obwohl dieser regional unterschiedlich ausgeprägt ist, wird er sich, sofern nicht gegengesteuert wird, auch aufgrund des demographischen Wandels in den nächsten Jahren verschärfen. Vor diesem Hintergrund wurde in den letzten Jahren zunehmend die Anwerbung von ausländischen Pflegekräften als Bestandteil einer Strategie, um den Mangel auszugleichen, diskutiert und bereits auf niedrigem Niveau praktiziert. Entscheidend ist aus Sicht der Freien Wohlfahrtspflege, dass alle diese Bemühungen auf ethische Grundsätze der Anwerbung hin geprüft werden. Zudem darf die Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland nicht den Status Quo auf diesem Arbeitsfeld zementieren und laufende Prozesse zur Verbesserung der Arbeitssituation der Pflegenden in Deutschland unterlaufen.

Eine Anwerbung ist human, an Menschenrechten orientiert und verantwortungsbewusst zu gestalten. Die BAGFW stellt sich als zentraler Arbeitgeber im Bereich der Pflege ihrer Verantwortung und wird die in ihrem Positionspapier aufgestellten Anforderungen an die Arbeitgeber in den eigenen Einrichtungen umsetzen. Sie wird sich darüber hinaus in ihrer Anwaltsrolle für die Rechte aller angeworbenen Menschen entsprechend einsetzen.

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